Clara Faisst

Clara Faisst
*22.06.1872 in Karlsruhe
† 22.11.1948 in Karlsruhe
Pianistin, Komponistin und Dichterin
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Die Komponistin Clara Faisst erhielt ab ihrer Kindheit eine fundierte musikalische Ausbildung: Mit 7 Jahren war sie die jüngste Harmonielehre-Schülerin am Hoftheater in Karlsruhe. In Berlin studierte sie als Meisterschülerin unter anderem Komposition. Von 1901 bis zu ihrem Tod 1948 wirkte sie in ihrer Heimatstadt als Pianistin, Komponistin und Dichterin.

Ihr Werk umfasst 33 Lieder und Instrumental-
stücke. Einige Notationen wurden in Zeitschriften gedruckt, die meisten veröffentlichte Clara Faisst jedoch im Eigenverlag. Ihre Kammerkonzerte veranstaltete sie in ihrer Wohnung in der Kriegstraße 75.

Eine überregionale Bekanntheit blieb Clara Faisst trotz ihres Talents verwehrt. Schuld daran waren auch die schwierigen Lebensumstände. Zwar überlebte sie zwei Weltkriege, doch hatte ihre Gesundheit gelitten und sie lebte als alleinstehende Frau in ärmlichen Verhältnissen. Ihre zwei Klavierflügel hatten ihr Freunde geschenkt, wie aus Briefen an ihren Brieffreund Albert Schweitzer hervorgeht.

Nach ihrem Tod 1948 gerieten Clara Faisst und ihr Werk beinahe in Vergessenheit. Das Gebäude und die Hausnummer ihrer ehemaligen Wohnung existieren heute nicht mehr. Auch wurde ihr musikalischer Nachlass eher zufällig Anfang der 1990er Jahre auf einem Durlacher Sperrmüll entdeckt. Heute befindet er sich in der Musiksammlung der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe.

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Kniestück Clara Faisst an ihrem Konzertflügel: Fotograf unbekannt. © StadtAK 8_PBS_oIII_156


Dank an:

Stadtarchiv Karlsruhe
für die freundliche Bereitstellung der Fotos. Das Copyright der Bilder liegt ausschließlich beim Stadtarchiv Karlsruhe.


Portrait Clara Faisst:
Fotograf unbekannt. © StadtAK 8_PBS_oIII_157

Kriegstraße 77
Auf dem Bürgersteig befindet sich ein Marker. Erfassen Sie den Marker und hören Sie zu.

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Ein Aspekt aus dem Leben der Person wird frei interpretiert musikalisch dargestellt.