Egon Eiermann

Egon Eiermann
*29.09.1904 in Neuendorf, heute Potsdam Babelsberg
† 19.07.1970 in Baden-Baden
Architekt, Möbeldesigner und Hochschullehrer der Nachkriegsmoderne
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Bereits kurz nach seinem Studium in Berlin realisierte der Architekt Egon Eiermann mit seinem Büro erfolgreich mehrere Industriebauten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1947 folgte er dem Ruf an die Architekturfakultät der Technischen Hochschule Karlsruhe (heute KIT).

International bekannt wurde Eiermann für seine Entwürfe aus den 1950er Jahren, wie den Neubau der Berliner Gedächtniskirche (1957) oder den deutschen Pavillon der Brüsseler Weltausstellung (1958).

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Neubau der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche: © Horstheinz Neuendorff. Quelle: saai Karlsruhe

Daneben war er der erste Designer in Deutschland, der erschwingliche Serienmöbel kreierte. Heute sind die schlichten, funktionalen Möbel beliebte aber hochpreisige Design-Klassiker.

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Eiermann-Klappstuhl SE18. Fotograf unbekannt. Quelle: saai Karlsruhe

Eiermanns Vorliebe für Rasterstrukturen, Glas und Stahl verleihen seinen Bauwerken ihre charakteristische Klarheit und Leichtigkeit. Durch ihre Transparenz wurden seine Gebäude zur Metapher eines weltoffenen Nachkriegsdeutschlands.

Die Karlsruher Studenten schätzten Eiermann für seinen Stil, sein Charisma und für seine unkonventionellen Vorlesungen, die auch Randthemen wie Textil- oder Sarg-Design umfassten. Obwohl Eiermann bis kurz vor seinem Tod 1970 in Karlsruhe lehrte, zeugen in der Stadt keine repräsentativen Gebäude vom langjährigen Aufenthalt des berühmten Architekten.


Dank an:

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Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Werkarchiv Egon Eiermann für die freundliche Bereitstellung von Fotomaterial


Portrait Egon Eiermann:
© Heinrich von der Becke, Quelle: saai Karlsruhe

Zu dieser Person gibt es keine Augmented Reality Inhalte.

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