Daniel-Henry Kahnweiler

Daniel-Henry Kahnweiler
*25.06.1884 in Mannheim
† 11.01.1979 in Paris
Kunsthändler, Kunsthistoriker und wichtigster Theoretiker des Kubismus

Portrait_Kahnweiler_200x200_oBevor er ein erfolgreicher Pariser Kunsthändler wurde, machte Daniel-Henry Kahnweiler eine Banklehre im jüdischen Bankhaus Veit L. Homburger in Karlsruhe. Sein späterer Freund und Berufskollege Carl Einstein hatte dort dieselbe Lehre begonnen. Die Bank wurde 1939 von den Nazis liquidiert, doch das Gebäude steht noch heute in der Karlstraße 11.

Mit 18 Jahren entdeckte Kahnweiler in Paris seine Liebe zur Kunst und versuchte sich bereits zwei Jahre später als Galerist. Mit Erfolg: Er entdeckte und förderte bis dato wenig bekannte Maler wie Georges Braque, Fernand Léger oder Pablo Picasso und deren kubistisches Werk. Mit seiner Publikation „Der Weg zum Kubismus“ (1920) prägte er entscheidend die Auffassung vom „Kubismus“. Die Namen vieler wichtiger Künstler sind seither untrennbar mit dieser Stilrichtung und mit seinem Namen verbunden.

Kennzeichnend für Kahnweilers Erfolgsstrategie als Galerist war seine Ablehnung von Publikum. In seiner eigenen Pariser Galerie stellte er die Kunst seiner „Schützlinge“ nur einmal im Jahr 1908 öffentlich aus. Danach präsentierte er sie vorwiegend auf großen Ausstellungen im Ausland, wo sie auf Grund ihrer Exklusivität umso mehr gefeiert wurde.

Trotz seiner jüdischen Herkunft überstand er die zwei Weltkriege mental, körperlich und beruflich quasi unversehrt. Er verstarb mit stolzen 95 Jahren in Paris.


Portrait Daniel-Henry Kahnweiler:
aufgenommen in Mannheim, © Carsten Sternberg, ehem. Geschäftsführer des Mannheimer Kunstvereins

Zu dieser Person gibt es keine Augmented Reality Inhalte.

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