Karl Hubbuch

Karl Hubbuch
*21.11.1891 in Karlsruhe
† 26.12.1979 in Karlsruhe
Maler der Kunstströmung Neue Sachlichkeit und Kunstprofessor

Portrait_Hubbuch_200x200_oDer Maler Karl Hubbuch studierte von 1908 bis 1912 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Zusammen mit Rudolf Schlichter, Otto Dix, Max Beckmann und anderen, nahm er 1925 an der vielbeachteten Mannheimer Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ teil. Seitdem ist er als wichtiger Vertreter der gleichnamigen Stilrichtung bekannt.

In der Zeit des Nationalsozialismus erhielt er wie viele andere Künstler Berufsverbot. In dieser Zeit arbeitete er als Porzellanmaler in der Majolika Manufaktur in Karlsruhe. Ab 1947 lehrte er zehn Jahre lang als Professor an seiner früheren Kunsthochschule.

Karl Hubbuch: Blick auf das Ettlinger Tor, 1933/1934 Bleistift, 61,5 x 95 cm Aus: »Karl Hubbuch. Retrospektive«. Katalog Städtische Galerie  Karlsruhe, 1993

Karl Hubbuch: Blick auf das Ettlinger Tor, 1933/1934
Bleistift, 61,5 x 95 cm, Ein Blick in eine feindliche Gegend: Über dem Kopf der Figur im Vordergrund ist eine Hakenkreuzflagge zu sehen, die am Haus gegenüber hängt. Die Zeichnung entsteht kurz nachdem Hubbuch seine Professur an der Karlsruher Kunstakademie durch die Nationalsozialisten entzogen wurde.

Seit einigen Jahren rückt zunehmend das umfassende fotografische Werk Hubbuchs in den Fokus der Öffentlichkeit. Hubbuch nutzte die Fotografie in der Zeit von 1925-1935 vor allem für Vorstudien zu Zeichnungen und Gemälden. Die Bilder haben jedoch auch eine ganz eigene künstlerische Kraft. Zudem machen sie den Einfluss von Hubbuchs weiblichen Modellen auf sein Werk deutlich. In den Fotos erkennt man sie als das was sie waren: emanzipierte, junge Frauen. Hubbuchs bevorzugtes Modell der 20er Jahre war seine erste Frau, die jüdische Fotografin Hilde Isay. Insbesondere sie nahm großen Einfluss auf sein Werk, indem sie eigene Ideen in viele der Motive einbrachte. Hilde Hubbuch emigrierte 1934 aus Deutschland, genauso wie Ellen Auerbach, die 1927 bei Hubbuch studiert hatte.


Dank an:

Myriam Hubbuch, Freiburg
für die freundliche Genehmigung zur Nutzung der Bilder von Karl Hubbuch


Portrait Karl Hubbuch:

Karl Hubbuch: »Selbstbildnis«, Kaltnadelradierung (Ausschnitt), 1920/1921.

Abbildungen aus:
»Karl Hubbuch. Retrospektive«. Katalog Städtische Galerie Karlsruhe, 1993.

Zu dieser Person gibt es keine Augmented Reality Inhalte.

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