Karl Steinbuch

Karl Steinbuch
*05.06.1917 in Stuttgart-Cannstadt
† 04.06.2005 in Ettlingen
Informationstheoretiker, Pionier der Kybernetik und der Informatik
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Der promovierte Physiker Karl Steinbuch war nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich an der Entwicklung der ersten europäischen Computersysteme beteiligt. Er prägte ab 1957 den Begriff der Informatik. 1958 kam er an die Technische Hochschule Karlsruhe, wo er bis 1980 Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung war.

Steinbuch publizierte zudem eine Vielzahl an visionären, populärwissenschaftlichen Schriften. Bereits 1966 prophezeite er in „Die informierte Gesellschaft“ die massenhafte Verbreitung von Computern auf der ganzen Welt und in sämtlichen Lebensbereichen. Er sagte Funktionen wie die Spracherkennung, Echtzeitübersetzung und smartphoneähnliche, tragbare Computer voraus. Und das in einer Zeit, als die Erfindung der dazu nötigen Technik noch mehrere Jahrzehnte in der Zukunft lag.

Auch politisch war Steinbuch aktiv; mit dem Alter zunehmend im rechtskonservativen Lager. Ab den 1980er Jahren zog er sich aus dem wissenschaftlichen Lehr- und Forschungsbetrieb zurück und geriet immer mehr in Vergessenheit.

Insbesondere Steinbuchs Forschungsarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz und lernfähiger Maschinen macht ihn jedoch zum Pionier der Informatik und Kybernetik. Ihm zu Ehren tragen ein Stipendium und das Steinbuch Centre for Computing des KIT seinen Namen.


Darsteller:
Luis Quintana


Inspirationsquelle für Inszenierung:
Karl Steinbuch: Die informierte Gesellschaft: Geschichte und Zukunft der Nachrichtentechnik, 1966


Dank an:

KIT-Archiv Karlsruhe
für die freundliche Bereitstellung des Fotos von Steinbuch


Portrait Steinbuch:
Fotograf unbekannt. Quelle: KIT-Archiv

ZKM | Karlsruhe, Lorenzstr. 19
Im Foyer des ZKM sind 4 Marker auf Stahlständern angebracht. Scannen sie sie in der angegebenen Reihenfolge.
Location_Steinbuch2@2x

schauspielerisch_3Szenisch
Ein Aspekt aus dem Leben der Person wird frei interpretiert schauspielerisch dargestellt.